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Blasenbildung bei elastischen Bodenbelägen

Blasenbildung bei elastischen Bodenbelägen scheint ein Problem mit steigender Tendenz zu
sein. Die Ursachen können vielfältig sein. Durch die Auflistung nachfolgender Punkte soll
versucht werden die Ursachen und deren Vermeidung darzustellen.

Manchmal steht man als Maler Fachmann dumm da. Unzählige Fußböden unter anderen PVC Beläge hat man schon verarbeitet. Doch immer wieder kommen neue unvorhergesehene Dinge hinzu. Man gibt sich als Verarbeiter größte Mühe alles zur Zufriedenheit des Kunden zu machen, doch leider steckt man im Material oftmals nicht drin. Der neu verlegte PVC Belag schlägt Blasen, doch wie kann das sein? Alles wurde fachmännisch vorbereitet, der alte Bodenbelag wurde rausgerissen, der Fußboden wurde grundiert, große Löcher wurden mit standfester Spachtelmasse gespachtelt, diese Stellen wurden erneut grundiert, Dreck und Staub wurden aufgesaugt und der komplette Fußboden fachgerecht gespachtelt nach dessen durch Trocknung wurde der komplette Fußboden geschliffen und abgesaugt somit ist dieser Fußboden verlege bereit. Doch dann passiert es Blasenbildung beim neuen PVC Belag, selbst Techniker können nur die Ursachen vermuten. Die Firma Wullf hat nachfolgend ein paar mögliche Ursachen herausgearbeitet.

1. Mangelnde Saugfähigkeit von Spachtelmassen
Moderne, hoch vergütete Spachtelmassen enthalten heutzutage häufig hohe Anteile an Dispersionspulvern.
Dieses ist ein Grund, warum die Spachtelmassen sehr dicht und wenig
saugfähig sind. Das Wasser aus den Klebstoffen kann nicht schnell genug von den Spachtelmassen
absorbiert werden und wirkt dann schädlich auf die Beläge ein, in dem es zu Beulen-
und Blasenbildung kommen kann.
Deshalb ist eine gute Saugfähigkeit, wie es die caseinfreien WULFF Spachtelmassen SuperFlux
SA 60 und SA 50 in besonderem Maße aufweisen, eine wesentliche Voraussetzung
um Blasenbildung zu verhindern.
Die Spachtelung (mind. 2 mm) sollte grundsätzlich im Rakelverfahren mit dem WULFF
Rundrakel durchgeführt werden. Anschließend erfolgt eine Entlüftung mit einer Stachelwalze.

2. Mangelnde raumklimatische Bedingungen
Wasserhaltige Produkte wie Vorstriche, Spachtelmassen und Dispersions-Klebstoffe
benötigen passende raumklimatische Bedingungen, um ordnungsgemäß abbinden oder
trocknen zu können.
rel. Luftfeuchtigkeit Bodentemperatur Lufttemperatur
max. 65% mind. 15° C mind. 18° C
Stimmen diese Werte nicht, kann es zwangsläufig zu Abbindeverzögerungen der eingesetzten
Hilfsstoffe kommen. Daraus ergeben sich Beanstandungen.

3. Ungleichmäßiges Auftragen der Spachtelmasse
Bei vorhandenen Unebenheiten oder Kellenschlägen in der Spachtelmasse werden diese
zwangsläufig mit Klebstoff ausgefüllt. Hier kommt es i. d. R. an diesen Stellen zur Blasenbildung.
Dieses gilt besonders auch für Linoleum. Wenn der Belag Unebenheiten überbrückt
ohne vollflächigen Kontakt zum Klebstoff zu haben, wirkt die Feuchtigkeit aus dem Klebstoff
auf das Linoleum ein und es kommt hier zwangsläufig zur Blasenbildung.

4. Ungleichmäßiges Auftragen des Klebstoffes
Grundsätzlich reagieren Beläge bei Klebstoffnester durch die erhöhte Wassermenge mit
Quellungen. Dies ist zu vermeiden durch einen gleichmäßigen Klebstoffauftrag.

5. Lufteinschlüsse
Durch das Anwalzen auch mit schweren Walzen sind Lufteinschlüsse nicht zu entfernen.
Lufteinschlüsse müssen grundsätzlich mit einem Korkbrett oder einem ähnlichen Werkzeug
seitlich heraus geschoben werden. Wir empfehlen das WULFF Hohlstellensuchgerät, da bei
bestimmten Designierungen Lufteinschlüsse optisch nur schwer zu erkennen sind. Nach 30-
60 Minuten wird der abgehorchte und entlüftete Belag noch einmal komplett mit einer Walze
abgewalzt.

6. zu spätes Einlegen
Bei verspätetem Einlegen des Belages in das Klebstoffbett kommt es zu einer mangelhaften
Benetzung der Belagsrückseite. Dies ist besonders bei der Vielzahl der am Markt befindlichen
PVC-Beläge als kritisch anzusehen. Schälprüfungen im Labor belegen, dass zu langes
Ablüften nur zu mangelhaften Festigkeitswerten führt, während der gleiche Belag frisch eingelegt,
hervorragende Werte erzielt.

7. Klebstoffverquetschung durch Begehen und Knieeindrücke
Diese Risiken werden durch die Faserarmierung in WULFF Supra-Strong, Supra-Strong
LF, Ultra-Strong und Multi-Strong minimiert.

8. Kautschuk-, PVC-, Linoleum- und Polyolefin-Beläge
Es ist als bewiesen anzusehen, dass Beläge auf Feuchtigkeit aus dem Klebstoff mit Quellungen
reagieren. Diese Reaktion tritt häufig bei chemisch leitfähigen Kautschuk-Belägen
sowie Linoleum-Belägen auf. Dies kann durch eine ausreichende Spachtelung mit einer gut
saugenden Spachtelmasse vermieden werden.

9. Die Prüfung erfolgt in Anlehnung an DIN EN 1841 Maßänderungen durch Kontakt mit
Klebstoffen sowie nach dem WULFF Prüfwesen (Lagerung auf verschiedene Substanzen).

10. Nachstehend ca-Schälfestigkeitswerte nach DIN 14259:
Kautschuk (nora) > 2 N/mm WULFF Klebstoff Supra-Strong
Multi-Strong
Supra-Tex
PVC (Tarkett) > 2 N/mm WULFF Klebstoff Supra-Strong
Multi-Strong
PUR-Belag (WPT) > 2 N/mm WULFF Klebstoff Supra-Strong
Multi-Strong
PE-Polyolefin < 1 N/mm
Die niedrige Schälfestigkeit bewirkt natürlich, wenn ein mangelhaft
verklebter Belag Kraft aufbaut, dass die Blase immer größer wird.
Hinweise:
Die Gültigkeit ist zu erfragen mit schriftlicher Bestätigung. Es gelten unsere technischen
Merkblätter, die WULFF Verklebe-Empfehlungen sowie unsere Lieferungs- und Zahlungsbedingungen.
(Stand 01/2010)
Quelle: wulff-gmbh.de

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