Samstag, 23. September 2017
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Malerkleidung richtig waschen

Malerhosen, Pullover und T-Shirts richtig waschen.

Die Malerei hat viele Facetten. Ein sauberes auftreten beim Kunden ist das A und O. Jedoch haben wir einen einigermaßen “dreckigen Beruf” viele flüssige Materialien wie Farbe, Kleister, Spachtelmassen hinterlassen Spuren auf unserer teuren Malerkleidung.  

 

Ich schreibe diesen Artikel weil ich mich intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt habe. Meine 2. Mittelklasse Waschmaschine hat vor kurzem den Geist aufgegeben und nun habe ich die “Faxen dicke!” Seit fast einem Jahr steht bei mir nun eine Miele W1 Waschmaschine die knapp über 1.000 Euro gekostet hat. Ja ich weiß, es ist verdammt viel Geld für eine Waschmaschine das dachte ich natürlich auch ABER es lohnt sich! Es ist wirklich ein wahnsinniger Unterschied zu einer billigen Waschmaschine.

Zugegeben wird man etwas geblendet vom Design einiger Waschmaschinen. Mittlerweile sehen einige ziemlich gut aus. Samsung zum Beispiel hat eine schöne Designlinie mit großen Bullaugen und spielereien wie “Add Wash” wo man während des Waschens noch vergessen Sachen rein schmeißen kann. In meinem Fall hatte ich mir eine Samsung ausgeguckt die um die 800 Euro lag. Jedoch wollte ich nicht wieder den gleichen Fehler machen und dieses mal sollte die neue Waschmaschine doch ein wenig länger halten.

 

Okay, dann mal los zur Miele Abteilung!

Im ersten moment war ich etwas enttäuscht vom Design. Ziemlich klassisch, nichts weltbewegendes, solide halt. Als ich einen Blick ins innere wagte viel mir sofort auf das die komplette Waschtrommel aus Edelstahl ist. Bei den meisten Waschmaschinen ist zwar die Trommel aus Edelstahl, aber die Einspülung ist aus Plastik. Meine alte Waschmaschine habe ich dem Schrotthändler an die Straße gestellt, ich konnte diese alleine tragen mit ordentlichen Grip Handschuhen. Ich habe mich mit der Miele aber ganz schön aus dem Fenster gelehnt als ich der Verkäuferin sagte das ich die gleich so ins Haus trage. 100 Kilo wiegt die Miele W1 genau! Meine Kaufentscheidung war der gute Name der seit wirklich vielen Jahren für Qualität steht. Soweit ich denken kann habe ich noch nie etwas schlechtes über Miele gehört, ein wirklich gutes Deutsches Unternehmen. Da ich Privat auch viele Hemden trage, gibt es eine Wahnsinnig gute Funktion bei der Miele W1 und zwar das vorbügeln. Ja richtig gelesen, die Waschmaschine bügelt Hemden vor und das klappt wirklich erstaunlich gut! So ein Schnick Schnack wie “Add Wash” usw. Brauche ich absolut nicht. Für mich war die Qualität wichtig, die Funktion Hemden vorbügeln, die Energie Klasse und die große 8 Kilo Trommel. Im nachhinein fallen mir aber sehr positiv noch 2 weitere Funktionen ein die ich nicht mehr missen möchte.

Und zwar kann man eine Zeitvorwahl einstellen, das ist ganz praktisch wenn man beispielsweise einen Strom Nachttarif hat wo man etwas sparen kann oder man kommt von der Arbeit und die Wäsche ist bereit zum Trocknen. Zum anderen die genaue Zeitangabe wie lange der Waschgang dauert und die Erinnerung per lauten “Piep Ton” das die Wäsche abholbereit ist. Und vorallem ist noch zu erwähnen das die Miele 1A steht, und man diese kaum hört! Extrem leise, und steht wie ein Fels in der Brandung.

 

Okay, genug zu meiner kleinen Miele Story. Was nützt die beste Waschmaschine wenn man diese nicht richtig bedienen kann ?!

 

Die Waschprogramme

 

Die Wäsche liegt in einer gelochten Trommel mit innen liegenden Wäschemitnahmerippen. Beim Waschen wird die Trommel im Waschlaugenbehälter abwechselnd zu beiden Seiten gedreht, das verhindert das Zusammenklumpen der Wäsche! Durch die Drehbewegungen wird die Wäsche außerdem von der Waschflotte, das heißt dem Wasser samt Waschmittel, durchflutet.

Ältere Waschmaschinen haben meist nur wenige Grundprogramme, bieten aber durch Zusatzfunktionen (Kurz, Intensiv, Spar, halbe Ladung, Wasser plus, Extraspülen …) ausreichend Variationsmöglichkeiten. Moderne (und teure) Maschinen zeichnen sich durch eine Vielzahl von Programmen aus. Bei diesen Sonderprogrammen stellt die Steuerung selbstständig den optimalen Wasserstand, den Wasch-, Spül- und Schleuder-Rhythmus und die Temperatur ein. Das ist durchaus komfortabel, kann aber Einfluss auf die die Reparaturanfälligkeit der Maschinen haben.

 

Waschtemperatur

 

Die Waschmaschinenhersteller passen sich bei den Grundprogrammen an die Temperaturangaben in den Pflegeetiketten (30 °C, 40 °C, 60 °C) an. Aber bei neuen teuren Maschinen mit Menüsteuerung können Sie inzwischen die Temperatur selbst vorgeben.

Bei den Spezialprogrammen sind die hinterlegten Temperaturen wegen der Produkthaftung extrem „vorsichtig“ programmiert. So werden in neuen Maschinen Jeans in Jeansprogrammen nur noch bei 30 °C gewaschen! Dabei galten Jeans früher als robuste Alltagshosen…

 

Ab 2014 brauchen alle neuen Waschmaschinen nach der Ökodesign-Richtlinie ein 15 °C oder 20 °C -Programm. Nur die Senkung der Waschtemperatur kann noch Einspareffekte bringen. Aber beim Waschen wird —wie beim Spülen oder Putzen — das Reinigungsergebnis durch die Faktoren Temperatur, Chemie, Zeit und Mechanik bestimmt. Sinkt die Temperatur auf unter 30 °C (Niedrigtemperaturwaschen), dann müssen die Chemie, die Zeit und die Mechanik angehoben werden.

Es gibt inzwischen gute Waschmittel für den Niedrigtemperaturbereich. Die Alternative bei älteren Maschinen wäre das kalte Wollwaschprogramm, aber das Ergebnis würde Sie vermutlich nicht zufrieden stellen. Außerdem gilt: Auch ein Kaltwaschprogramm ist nur für leicht verschmutzte Teile geeignet und Flecken brauchen eine Vorbehandlung. Lassen Sie sich nicht verleiten, mehr zu waschen. Viele Teile können nach kurzem Tragen auch ausgelüftet werden, denn jedes Waschen belastet die Umwelt und verbraucht Ressourcen!

 

Ganz wichtig die Waschmechanik

Waschmechanik

Ein wichtiger Unterschied liegt in der Waschmechanik, denn je nach Waschprogramm kann der Anteil der Mechanik durchaus bis zu 70 % des Wascherfolges beeinflussen. Mit ihrer Hilfe kann die Waschlauge besser auf den Schmutz einwirken, ihn besser emulgieren oder

auflösen. Sie wird beeinflusst über: die Füllmenge: Je mehr Wäsche in die Maschine gefüllt wird, desto mehr Reibung herrscht—und desto stärker strapaziert und verschlissen wird die Wäsche. Achten Sie deshalb auf die empfohlenen Füllmengen im Pflegeleicht- oder

Feinwäscheprogramm. die Fallhöhe, bei der sich die Wäsche bei der Drehung von der Trommel löst: Je höher die Wäsche durch die Mitnahmerippen gehoben wird, desto stärker schlägt sie auf! Der Reinigungseffekt ist am größten wenn die Wäsche bei niedrigem Wasserstand auf andere Wäschestücke und nicht ins Wasser fällt. Um auch bei niedrigen Waschtemperaturen gute Waschergebnisse zu bekommen, werden für den Privathaushalt heute oft etwas größere Trommeln angeboten, gleichzeitig wird mit sehr niedrigem Wasserstand gearbeitet. Moderne Waschmaschinen waschen im Sparprogramm mit einem Flottenverhältnis (das heißt Verhältnis Wäschemenge zu Waschlauge) von 1:2,5. Das Verhältnis steigt beim Pflegeleichtprogramm an und erreicht bei Wolle oder Seide mindestens 1:6.die Zahl der Umdrehungen pro Minute während der Hauptwäsche: Viele Umdrehungen bringen ein gutes Reinigungsergebnis, aber erhöhten Wäscheabrieb. Das Normalprogramm arbeitet konstant mit ca. 50 U/min, beim Pflegeleichtprogramm wird ebenfalls mit 50 U/min gewaschen, aber es sind kleine Stillstandzeiten eingeplant. In Schonprogrammen wird bei 40 U/min mit längeren Pausen gewaschen. Beim Handwäscheprogramm dreht sich die Trommel nur 30 mal pro Minute, zwischendurch gibt es extrem lange Pausen

 

Wenig Einfluss hat die Schleuderzahl beim Endschleudern: Sie beeinflusst nur die Restfeuchte vor dem Entnehmen der Wäsche, während durch das Spül- oder Zwischenschleudern das Ausspülergebnis beeinflusst wird. In den meisten Normal- und Pflegeleicht-programmen wird zur Verbesserung des Spülergebnisses zwischengeschleudert. ]e saugfähiger die Fasern, desto höher sollte die Umdrehungszahl auch beim Zwischenschleudern sein. Deshalb ist bei saugfähigen Baumwollfasern im Normalprogramm das Spülergebnis allgemein besser als bei Pflegeleichtprogrammen. Diese haben oft bereits beim Zwischenschleudern einen Schutz vor zu hohen Schleuderzahlen eingebaut. In einigen Feinwäschespezialprogrammen mit knitteranfälligen Teilen (Oberhemden, Seide, Synthetik, Gardinen…) wird nicht zwischengeschleudert, und auch in Jeansprogrammen fehlt zur Verminderung des Abriebs dieser Programmpunkt! Wolle kann ohne Zwischenschleudern nicht ausreichend gespült werden.

 

Waschdauer

 

Diese ist meistens an das gewählte Programm der Waschmaschine gekoppelt. Normalprogramme in besonders energiesparenden Geräten haben lange Laufzeiten, um mit wenig Wasser eine gute Waschleistung zu bekommen.

Die längsten Laufzeiten haben Ener-giesparprogramme. Der Wasserstand ist extrem niedrig und die Aufheizzeit verkürzt. Dadurch wird die Endtemperatur gar nicht ganz erreicht. Dafür ist die Nachwaschzeit ohne Heizung stark verlängert. So sind Einsparungen von 30 % möglich, die aber zu einem höheren Wäscheverschleiß führen können.

 

Bei den Programmverkürzungen wird die verkürzte Waschzeit durch mehr Wasser und damit einem erhöhten Energieverbrauch „erkauft“.

Für Hausstauballergiker sind verlängerte Spezialprogramme empfehlenswert. Hier wird die 60 °C-Waschtemperatur zur zuverlässigen Entfernung der Milben für 30-60 Minuten gehalten. Das Einweichen ist eine alte, aber sehr effiziente und energiesparende Methode für stark verschmutzte Baumwollwäsche. Die Fasern quellen auf und der Schmutz lässt sich leichter auswaschen. Immer mehr neue Waschmaschinen bieten inzwischen wieder dieses vergessene Zusatzwaschverfahren an.

Vorwaschprogramme werden aus ökologischen Gründen kaum mehr genutzt. Empfehlenswert sind sie aber immer noch beim Waschen von Mopps oder Lappen, damit alle Reinigungsmittelreste zunächst ausgespült werden. Bei extrem großen Wäscheteilen wie Vorhängen oder Gardinen kann die Vorwäsche die Textilien komplett mit Wasser benetzen. Dadurch wird im anschließenden kurzen Gardinen- oder Feinwaschgang das Waschergebnis

Verbessert.

 

Welches Waschmittel für welche Wäsche ?

 

Mindestens drei Waschmittel, nämlich ein Universalwaschmittel, ein CoLor-waschmittel und ein Wollwaschmittel für Feines, Wolliges und Seidiges solltet ihr eurer Wäsche gönnen.

Vollwaschmittel sind für weiße bis helle Wäsche aus pflanzlichen Fasern, Mischfasern und stabilen Synthetikfasern wie Nylon oder Perlon geeignet. Sie können damit Bettwäsche, Frottierwäsche, Küchen- und Tischwäsche, Unterwäsche, weiße Blusen und Hemden waschen. Vollwaschmittel sind auch für weiße Dessous und Synthetikgardinen geeignet, doch haben hier die pulverförmigen Gardinenwaschmittel Vorteile. Sie sind schneller löslich, entwickeln einen feinporigen Schaum und schützen so die zarten Gewebe. Die pulverförmigen Waschmittel enthalten Tenside, Wasserenthär-ter, Alkalien zur Fettablösung, Bleichmittel und Enzyme zur Fleckentfernung, optische Aufheller für ein strahlendes Weiß und Antigrau-Faktoren.

Die optischen Aufheller bleiben nach dem Waschen auf der Faser. Sie kompensieren den „natürlichen“ Gelbstich der weißen Wäsche, da sie einen Teil des unsichtbaren UV-Lichts der Sonne in sichtbares Licht umwandeln. So strahlt mehr Licht von der Wäsche zurück und sie erscheint „weißer als weiß“. Bei Pastellfarben kann der umgekehrte Effekt eintreten, sie erscheinen mitunter blasser.

Ähnlich trickreich arbeiten Vergrauungsinhibitoren beziehungsweise Soil-Release-Substanzen, denn trotz niedriger Waschtemperaturen soll die Wäsche sauber werden. Sie verhindern zunächst, dass sich während des Waschens Schmutzpartikel aus der Waschflotte auf den Fasern festsetzen. Außerdem ziehen sie auf die Fasern auf und verhindern so beim Gebrauch der Wäsche den engen Kontakt zwischen Faser und Schmutz! Flüssige Universalwaschmittel enthalten keine Bleichmittel. Wenn Sie diese wegen der staubfreien Dosierung und des leichteren Ausspülens bevorzugen, sollten Sie für ein strahlendes Weiß noch Bleichmittel zusetzen.

 

Color Waschmittel

 

Sie sind für alle bunten pflanzlichen Naturfasern und Synthetikfasern geeignet und enthalten Tenside (chemische Schmutzentferner), Enthärter, Alkalien und reichlich Enzyme. Ein cleveres Enzym darin sind Cellulasen. Diese verbessern die Schmutzablösung und vermindern den verwaschenen Eindruck dunkler Baumwolle, da sie die feinen abstehenden hellen Spitzen der Cellulosefasern aus dem Baumwollgarn enzymatisch abbauen. Diese weißen Spitzen sind die Ursache für den verwaschenen Eindruck dunkler Wäsche.

Bleichmittel und optische Aufheller fehlen, aber es sind Verfärbungsinhibitoren enthalten. Diese halten in der Waschflotte die während des Waschens abgegebenen Farbstoffe fest. Die so „umklammerten“ Farbstoffe können sich nicht auf anderen Wäscheteilen absetzen, dadurch werden Verfärbungen vermindert.

 

Colorwaschmittel gibt es als Pulver und Flüssigprodukt, wobei es bei den flüssigen weniger Rückstände auf dunkler Wäsche gibt. Pulverwaschmittel enthalten oft schwerer lösliche Enthärtersubstanzen (Zeolithe), während Flüssigwaschmittel mit Seifen und leicht löslichen Salzen enthärten. Die Seifen wirken nicht nur als Enthärtersubstanz, sondern auch als Tensid. Durch den höheren Tensidgehalt erreichen Sie mit Flüssigwaschmitteln bei Synthetikfasern und bei viel Fettschmutz oft bessere Waschergebnisse.

Colorwaschmittel enthalten keine Bleichmittel, deshalb ist eine Fleckenvorbehandlung, zum Beispiel mit Gallseife, empfehlenswert. Bei bleichfähigen Flecken auf bunten Teilen können Sie auch die halbe Menge einer Flüssigbleiche oder eines Fleckensalzes zum Colorwaschmittel dosieren.

 

Feinwaschmittel für 20 – 60 Grad

 

Dieses Waschmittel muss nicht sein, ist aber für empfindliche Textilien, Viskose-fasern und Funktionstextilien empfehlenswert. Es ist schnell löslich und somit schnell wirksam. Der spezielle feinporige Schaum puffert empfindliche Kleidungsstücke gegen mechanische Beanspruchungen beim Waschen ab.

Ihre Waschleistung ist allerdings gering, da sie einen neutralen pH-Wert aufweisen und keine Bleichmittel enthalten. Sie arbeiten mit vielen Enzymen, weshalb sie für Wolle und Seide oft nicht geeignet sind. Beachten Sie unbedingt die Deklaration, denn auch das Fläschchen im zartesten Rosa kann Proteasen, das heißt eiweißabbauende Enzyme, enthalten und Ihrer Seidenbluse schaden.

 

Wollwaschmittel

 

Hierbei handelt es sich um Feinwaschmittel ohne eiweißabbauende Enzyme. Einige Produkte enthalten zusätzliche Pflegestoffe wie Lanolin oder Eiweiße für Wolle. Diese Zusätze und ihr gutes Schaumvermögen vermindern das Verfilzen der Wolle beim Aneinanderreiben.

 

Die Waschmitteldosierung

 

Nach Untersuchungen aus dem Jahr 2005 dosieren nur 30 % alter Verbraucher korrekt. Dabei ist es so einfach, denn jede Waschmittelpackung muss laut Gesetz genaue Dosierhinweise tragen. Die richtige Dosierung ist wichtig, denn die Reinigungssubstanzen müssen im Wasser eine bestimmte Konzentration erreichen, damit der Schmutz emulgiert und ausgespült werden kann. Deshalb ist zunächst nach der Verschmutzung zu dosieren:

Leicht verschmutzt: kurz getragen, verschwitzt, ohne Flecken

  • Mittlere Verschmutzung: Schmutz ist sichtbar, einzelne kleine Flecken Stark verschmutzt: der Schmutz ist deutlich sichtbar, das Textil ist fettverschmutzt oder stark verfleckt

Für ein gutes Waschergebnis genauso wichtig ist die Wasserhärte. Je härter das Wasser, desto geringer ist seine Waschkraft. Die verschiedenen Waschmittel arbeiten heute mit unterschiedlichen Enthärtersystemen, deshalb beachten Sie auch hierzu unbedingt die Dosier-anleitungen.

Bei Maxi-Waschmaschinen müssen Sie entsprechend der Trommelgröße mehr dosieren, bei halber Beladung vermindert sich das Waschmittel nur um ein Drittel.

 

PROBLEME BEI UNTERDOSIERUNG

Schlechtes Reinigungsergebnis, da die Tenside zur Umhüllung des Schmutzes nicht ausreichen.

Vergrauung weißer Wäsche; der abgelöste Schmutz wird nicht ausgespült, sondern fällt auf die Wäsche zurück. Bildung von Fettläusen, das sind kleine schwarze Fettkügelchen.

Bei hartem Wasser bilden sich graue Kalkbeläge auf der Wäsche, eine weitere Ursache für vergraute Weißwäsche. Die Wäsche ist nach dem Trocknen sehr hart.

 

PROBLEME BEI ÜBERDOSIERUNG

Bei zu viel Schaum wird die Wäsche nicht sauber, da der Schaum die Waschmechanik dämpft.

Das Überschäumen der Waschmaschine (zum Beispiel bei gitterartigen Stoffen und Flüssigwaschmittel) kann zu Schäden an der Maschine führen.

Rückstände von Waschmittel in der Wäsche, da die Spülgänge nicht ausreichen.

Kostet unnötig viel Geld. Belastet die Umwelt.

 

Weichspüler

 

Gleich vorneweg: Man braucht ihn nicht unbedingt! Trotzdem benutzen heute mehr als 55 % der Haushalte Weichspüler, um die Wäsche weicher und duftender zu machen. Die wichtigste Eigenschaft für mich ist die Verminderung der elektrostatischen Aufladung. Grundsätzlich wird Wäsche, mit modernen Tensiden gewaschen, rauer. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Dreh- und Schleuderbewegung der Waschmaschine. Die Wäsche wird zwar sauber, aber an der Oberfläche sind die Fasern sehr ungeordnet und der Flor ist flach gedrückt. Beim Trocknen wird dieser Zustand fixiert, sofern die Wäsche währenddessen nicht durch Wind oder im Wäschetrockner bewegt wird. Die chemische Alternative sind Weichspüler!

 

VORTEILE VON WEICHSPÜLERN

 

– Nach dem Waschen sind die Textilien elektrostatisch negativ geladen, Weichspüler enthält positiv geladene, sogenannte kationische Tenside. Wegen dieser unterschiedlichen Ladung legt sich der Weichspüler wie ein dünner Film über die Fasern. Sie verkleben nicht mehr miteinander und der Flor wird aufgerichtet und geordnet. Das Wäschestück wird geschmeidiger.

Bei Textilien aus synthetischen Fasern verringert Weichspüler die elektrostatische Aufladung. Dies bedeutet gleichzeitig eine weniger rasche Wiederverschmutzung, außerdem ist der Schmutz leichter auswaschbar.

Weichgespülte Wäsche gibt beim Schleudern das Wasser etwas besser ab, ihre Trockenzeit wird um rund 7 % verkürzt. Diese energiesparende Wirkung ist vor allem bei kurz geschleuderter pflegeleichter Wäsche messbar.

Weichgespülte Wäsche ist etwas länger haltbar, da bei glattem und weichem Flor der Abrieb der Wäsche vermindert wird.

Weichgespülte Wäsche ist nach dem Waschen etwas weniger zerknittert.

Das Bügeln geht besser, weil das Bügeleisen leichter über den geglätteten Flor gleitet. So kann der Bügelaufwand um 10-15 % verringert werden.

  • Es kommt zu weniger Hautreizungen durch kratzige Fasern, deshalb werden Weichspüler bei sehr empfindlicher Haut empfohlen.
  • Weichspüler verleihen der Wäsche einen länger anhaltenden Frischeduft, da die Duftstoffe im letzten Spülbad auf die Wäsche aufgebracht werden.

 

NACHTEILE VON WEICHSPÜLERN

  • Sie bringen zusätzlich Chemikalien ins Abwasser. Allerdings sind sie schon lange nicht mehr so schwer abbaubar wie früher. Bereits 1992 haben sich die Hersteller verpflichtet, nur noch leicht abbaubare Tenside einzusetzen. Verwenden Sie Weichspüler trotzdem nur gezielt, wenn seine Funktionen Ihnen echte Vorteile bringen. Weichspüler muss immer sehr sauber in die Einspülkammer eingefüllt werden. Beim Kontakt mit Waschmittel vermindert sich dessen Waschkraft.

 

Weichgespülte Wäsche braucht beim nächsten Waschgang etwas mehr Waschmittel. Die anionischen Tenside reagieren mit den kationischen Tensiden — und die gebildeten Salze werden wie Schmutz behandelt. Dieser Mehrverbrauch ist aber nur bei einer Weichspülerüberdosierung messbar.

Bei einer Überdosierung wird die Wäsche „schmierig“. Leider sind Überdosierungen heute gar nicht so selten, da beim ständigen Niedrigtemperaturwaschen die Wäsche unangenehm riechen kann und dann mit einer Weichspülerüberdosierung versucht wird, dagegen anzugehen. Weichspülefilme vermindern die Saugfähigkeit von Textilien. Verwenden Sie deshalb bei Frottierwaren nur die halbe Weichspülerkonzentration.

 

BLOSS KEINEN WEICHSPÜLER!

In manchen Fällen dürfen Sie keinen

Weichspüler verwenden, nämlich bei: Membrantextilien: Die Wirkung der wind- und wasserdichten, aber atmungsaktiven Membranen wird durch den Weichspülerfilm vermindert.

Mikrofasertüchern: Sie verlieren sonst viel Reinigungskraft, da Weichspüler ihre Mechanik und elektrostatische Aufladungsfähigkeit vermindern. Beschichteten Textilien: Der Weich-spülefilm verändert die Beschichtung. Wolle kann ausleiern.

 

FARBIGE, WASSERUNLÖSLICHE FLECKEN (PIVIENTFLECKEN)

 

Wasser- oder Dispersionsfarben lassen sich mit Wasser nur auswaschen, wenn die Flecken noch nicht eingetrocknet sind. Bei bereits eingetrockneten Farben und bei Flecken, die durch Erde, Make-up, Lippenstift oder Wimperntusche verursacht wurden, hilft weder Waschen noch Bleichen! Diese Flecken aus wasserunlöslichen Pigmenten sind zwischen den Fasern fixiert und brauchen eine Vorbehandlung.

Schnell und gut wirksam sind im Handel erhältliche Spezialfleckenentferner für Make-up, Gras und Erde. Darin sind neben Lösemitteln, Netzmitteln und schwachen Alkalien Verbindungen enthalten, die unter anderem die Farbpigmente umschließen. Sie sind vergleichbar mit Verfärbungsinhibitoren in Colorwasch-mitteln.

Etwas mehr Arbeit macht folgende Methode: Bearbeiten Sie den Fleck mehrmals mit fester oder flüssiger Gallseife und einer weichen Zahnbürste. Zwischendurch immer wieder kräftig abtupfen, da die Pigmente im Schaum fein verteilt sind. Lassen Sie die Gallseife eine Stunde einwirken, nochmals bürsten und dann waschen.

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