Samstag, 19. April 2014
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Tariflohn und Zuschläge aktueller Tarifvertrag Maler und Lackierer

Tariflohn und Zuschläge aktueller Tarifvertrag Maler und Lackierer

Die aktuelle Lohntabelle bzw. Tarifvertrag für Maler und Lackierer als Arbeitnehmer:

Niedersachsen: Zum 1. Dezember 2012 steigt der Ecklohn (100 Prozent) von 14,41 Euro auf 14,73 Euro

 

Urlaubsanspruch:

Jugendliche und Auszubildene, die noch nicht 16 Jahre alt sind: 25 Arbeitstage
Jugendliche und Auszubildene, die noch nicht 17 Jahre alt sind: 23 Arbeitstage
Jugendliche und Auszubildene, die noch nicht 18 Jahre alt sind: 21 Arbeitstage
Angestellte und Auszubildene über 18 Jahre: 25 Arbeitstage
Angestellte und Auszubildene über 35 Jahre: 28 Arbeitstage
Angestellte und Auszubildene über 45 Jahre: 30 Arbeitstage

Samstage zählen nicht als Arbeitstage
1. Woche hat 5 Arbeitstage bzw. 6 Werktage

Erschwerniszuschlag

Ablaugen, Abbeizen oder Abbrennen alter Anstriche: 10%
Arbeiten mit ausergewöhnlicher Staubentwicklung oder verschmutzung: 10%
Auf und Abbau von Gerüsten die 1. Stunde je Tag überschreiten: 10%
Arbeiten in engen Räumen wie Kanäle, Schächten, Rohren, Kesseln: 10%
Arbeiten mit Sicherheitsgurt, Fangleine ect.: 10%
Stemmarbeiten, Bohrarbeiten, Wärmedämmung, Betonschutz die 1 Stunde am Tag überschreiten: 10%
Arbeiten auf Gerüsten und Hängegerüsten die über 20m hoch sind: 15%
Arbeiten bei denen Schutzmasken getragen werden müssen, die Gesundheitsschädigend sind z.B. Schimmelsanierung, Spritzarbeiten wenn eine Absaugeinrichtung nicht vorhanden ist oder nicht gestellt werden kann. : 20%

Mehrarbeit Überstunden mehr als 39 Std. pro Woche : 25%
Nachtarbeit zwischen 20:00 und 6 Uhr: 25%
Nachtarbeit und Mehrarbeit: 50 %
Arbeit an Sonntagen: 50%
Arbeiten an Sonntagen und Mehrarbeit: 75%
Arbeiten an Sonntagen, Mehrarbeit und NAchtarbeit : 100%
Arbeiten an gestzl. Fiertagen auch auf einen Sonntag : 125%
Arbeiten an gestzl. Fiertagen und Mehrarbeit: 150%
Arbeiten an gestzl. Fiertagen und Mehrarbeit und Nachtarbeit: 175%
Arbeit am Oster oder Pfingstmontag, am 1.Mai, am 1. und 2. Weihnachtstag, am 1.Januar: 200%
Wie oben genannt plus Mehrarbeit: 225%
Wie obene genannt plus Nachtarbeit: 250%

Auszubildene bis 18 Jahre dürfen Mehrarbeit, nicht aber Nachtarbeit, Arbeit an Sonntagen usw. machen.
Wenn mehrere Erschwernisszuschläge zusammen kommen, ist die zu zahlende Obergrenze 30%.
Für Arbeiten in strahlungsgefährdeten Bereichen gelten besondere Zuschläge von 45%

Lohntabelle

Gesellenlohn im 1. Jahr: 90 % – 11,94 Euro
Gesellenlohn im 2. Jahr: 95 % – 12,60 Euro
Ecklohn ab dem 3. Jahr 100% – 13,78 Euro
Vorarbeiter 115% – 15,26 Euro
Mindestlohn für ungelernte Arbeitnehmer : 7,85 Euro
Ecklohn (Ost) 100 % – 12,09 Euro
Im 1. Ausbildungsjahr: 427,50 Euro
Im 2. Ausbildungsjahr: 466,00 Euro
Im 3. Ausbildungsjahr: 603,00 Euro

Ausfallzeiten

Ausfallzeiten I Nach Rahmentarifvertrag (RTV) für die gewerblichen Angestellten im Maler- und Lackiererhandwerk vom September 2007 Arbeitszeit, für die der -› Arbeitnehmer freizustellen ist und auf die er trotzdem den Anspruch auf Fortzahlung seines Lohnes behält (§ 12 RTV). Die tarifliche Regelung der Branche weicht damit von der gesetzlichen Regelung nach § 616 BGB ab. Nach § 12 RTV ist der Arbeitnehmer z. B. in Todesfällen (Ehegatten, Kindern, Eltern, Geschwistern), Entbindung, schwerer Erkrankung von Familienmitgliedern, eigener Eheschließung und betriebsbedingtem Wohnungswechsel von der Arbeit freizustellen. Weitere Ausnahmen sieht der RTV vor:
1 § 13 RTV Bezahlte Freistellung aus sonstigen Gründen,
2 § 17 RTV Arbeitsausfall und Arbeitsbereitschaft,
3 § 43 RTV Lohnanspruch für die An- und Rückreisezeit bei Fernentsendung,
4 § 46 RTV Arbeitsausfall aufgrund der Kündigung wegen schlechter Witterung (Schlechtwetterkündigung).

Regelung der Ausfallzeiten nach §12 RTV

 

 Grund der Freistellung

Dauer der Freistellung

Tod von Ehegatten, minderjährigen und
unterhaltspflichtigen Kindern, Stief- und Pflegekindern, einschl. des
Bestattungstages

3 Arbeitstage

Tod von Eltern, volljährigen Kindern, volljährigen Stief- und
Pflegekindern, Geschwistern, einschl. des Bestattungstages

2 Arbeitstage

Für Teilnahme an der Bestattung der Schwiegereltern

1 Arbeitstag

Entbindung der Ehefrau

2 Arbeitstage

Bei schwerer Erkrankung von Familienmitgliedern, die zur
Hausgemeinschaft gehören, wenn der Arzt bescheinigt, dass der
Arbeitnehmer zur vorläufigen Pflege anwesend sein muss, kalenderjährlich
pro Familienmitglied

1 Arbeitstag

Wenn es sich bei diesen Angehörigen um Kinder unter 12 Jahren
handelt, entfällt der Anspruch auf die Lohnfortzahlung; §§45 SGB V
bleibt unberührt
Bei eigener Eheschließung

3 Arbeitstage

Bei Wohnungswechsel mit eigenem Hausstand, sofern der Arbeitnehmer
mindestens ein Jahr dem Betrieb angehört und das Arbeitsverhältnis
ungekündigt ist, einmal im Kalenderjahr für

1 Arbeitstag

Bei 25-jähriger Betriebszugehörigkeit

1 Arbeitstag

Bei eigener Silberhochzeit

1 Arbeitstag

Ein neuer Tarifvertrag für mehr Ausbildungsvergütungen der über 35.000 Lehrlinge des Maler- und Lackiererhandwerks soll zum 01.08.2011 in Kraft treten.

Darauf haben sich der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und die IG BAU kürzlich geeinigt. Die monatliche Vergütung sieht ab August wie folgt aus: 1. Lehrjahr: 450 EUR, 2. Lehrjahr 500 EUR und 3. Lehrjahr: 635 EUR.
»Mit der höheren Lehrlingsvergütung geben wir ein deutliches Signal für die weitere Stärkung der Attraktivität unseres gestaltenden Berufes.«, so Paul Laukötter, der Verhandlungsführer der Arbeitgeber-Seite.

Meistertipp News vom 6. Dezember 2011: Gute Wirtschaftslage, die Branche profitiert. Neue Tarifverhandlungen durchgeführt!

Die Verhandlungen der Tarifvertragsparteien bezüglich einer Lohnrunde 2011 im Maler- Lackiererhandwerk waren lang. Nach 12 Stunden Verhandlungszeit wurde in der Nacht vom 10. auf den 11.11. eine Einigung zum Lohn-Tarifabschluss gefunden. Die Tarifeinigung zum Tariflohn wurde am 25.11.12011 angenommen. Durch diesen Abschluss möchte man erreichen, auch die Mitarbeiter dieser Branche an der derzeit guten wirtschaftlichen Lage zu beteiligen.

Die Tarifeinigung wurde nach dem verbandsinternen Abstimmungsverfahren nach Regelungen der Satzung des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz angenommen und auch die IG BAU gab ihre Zustimmung bekannt. Somit ist die Einigung fixiert und folgende Vereinbarungen wurden getroffen: Die zum 30. Juni 2011 geltenden Tariflöhne im Maler-Lackiererhandwerk werden mit Wirkung vom 1. Juli 2011 bis 31. Oktober 2011 wieder in Kraft gesetzt. Dies bedeutet eine vier-monatige Nullrunde für die Beschäftigten. Ab 1. November 2011 wird allerdings der Ecklohn in den Tarifgebieten angepasst. Für das Tarifgebiet West (ohne Berlin) bringt das eine Erhöhung um 3,0%. Zum 1. Dezember 2011 gibt es eine weitere Erhöhung um 2,25%. Für das Tarifgebiet Ost (mit Berlin) erhöht sich der Ecklohn um die gleichen Cent-Beträge wie in den Tarifgebieten West. Das bedeutet im November 2011 auf 13,19 € und ab Dezember 2011 auf 13,51 €. Die Laufzeit des Lohntarifvertrages gilt bis zum 30. September 2013.

Im Detail bedeuten die neuen Sätze, dass der Vertrag nun 27 Monate gültig ist. Er beinhaltet ein Nullrunde von 4 Monaten und eine Verlängerung des bisherigen Endtermins um drei Monate. Auch die prozentuale Steigerung der Tariflöhne entspricht der üblichen Tarifformelberechnung bei einem 12monatigen Abschlusszeitraum für die Tarifgebiete West und somit einer jährlichen Steigerung von 2,03%. Für die Tarifgebiete Ost und Berlin wurden keine prozentuale Steigerung vereinbart. Hier wurden die Cent-Steigerungsbeträge der Tarifgebiete West übernommen, was 0,42 € (01.11.2011) und 0,32€ (01.12.2011) entspricht.

Mindestlöhne
Im Weiteren wurde vereinbart die bis zum 29.02.2012 geltenden Mindest- bzw. Einstiegslöhne (11,75 € bzw. 9,75 €) zunächst bis zum 30. Juni 2012 zu verlängern. Die Tarifvertragsparteien werden sich darüber hinaus um eine Anschlusslösung bemühen.

Bildquelle : uschi dreiucker  / pixelio.de

16 Kommentare

  1. es ist schön zu lesen was ein maler verdienen soll.
    ich bin 46 jahre alt und malergeselle bin als maler angestellt und arbeite in einer 40 std. woche,
    aber ich bekomme nicht mal denn mindestlohn.

  2. Es ist sehr Schade das viele Beschäftige in unserer Branche nicht einmal den Mindestlohn bekommen, wer trägt die Schuld? Ich würde sagen das Städte und Gemeinden besser darauf achten sollten wer bei öffentlichen Ausschreibungen den Zuschlag bekommt denn nur mit Dumpingpreisen und weiter Vergabe an Dritte ist diese schlechte Bezahlung möglich. Ein guter Handwerker sollte wenigstens von seinem Lohn ein normales Leben führen können ohne den Staat auf der Tasche zu liegen. grüße

  3. Bla,Bla,Bla alles schön und gut, aber wer bekommt den solche zuschläge.Bin 36 und arbeite täglich auf einem Gerüst und mach WDV . Von den anderen arbeiten ganz zu schweigen .Also wenn die zuschläge zur Pflicht werden wären wir Maler doch alle im siebten Himmel .
    Leute zieht mahl eure Rosarote Brille ab , wenn ich solche forderungen stellen würde ,würde mein Chef sagen
    da hate der Zimmermann das Loch gelassen . Ach ja arbeite auch 40 Std Woche + jeden Morgen 0.5 Std Rüstzeit (früher da sein ) die wir nicht bezahlt bekommen.

    Ps. Schöne Grüße an alle Sesselpu… und sonstige Leute die solche regelungen herausbringen die wir noch mit unseren Steuergelder bezahlen müssen und überhaubt nicht durchzusetzten sind .

  4. was sagt eigentlich der Zoll dazu, wenn Gesetze nicht eingehalten werden?
    ich selbst bekomme auch nur 9 Euro und muss 42 Stunden arbeiten.

  5. @Ingo: Wenn Dein Chef Dir nichtmal den Mindestlohn zahlt, würde ich mir ernsthaft mal überlegen ob du dir finanziell bei einer zetarbeitsfirma besser stehst. in unserer region (aachen) wird der gezahlt.

  6. Bitte, ich habe 3 Maler in einem kleinen Betrieb beschäftigt
    es gibt 14,25 Std und 100 € Prämie bei einer 40 Std Woche
    Zeitarbeitsfirmen sind tabu wg den Stundenlohn den dort die Mitarbeiter bekommen

  7. nicht mehr maler

    Tja alles schöön umd gut gesagt bloss die realitaet sieht anders aus.
    Wenn ich diese tabelle einem betrieb zeigen würde und sage das ist mein recht was mir zusteht,würde mich der inhaber ankucken und lachen oder böse kucken und sagen wo gibts denn sowas.als ich 98 mein letzten lehjahr hatte war potsdamer platz glaube damals europas grösste baustelle bis zu 80% von polen ungarn und sonstigen arbeitern gefertigt worden alles durch schwarzarbeit vorbei am staat aber vor den augen vom staat.leute ich bin kein fremden od.aslaender hasser damit dass klar ist nur ich fand es lachhaft als die baustelle zu ende ging waren die razzien haufiger damit mann eine weise weste anziehen kann um sich von der schuld abuweisen weil der verursacher wiederrum der staat war,um das zu umgehen war die taktik hauptauftraggeber also der staat gibt den auftrag an ein unternehmer der das an subunternehmer leitet und der nochmal weiter leitet ein und selbe auftrag gehen durch 5 unternehmer durch und jeder will verdienen ohne was dafür zu tun also wo müssen sie dann drücken bei den std.löhnen so kommt dann damal 24 dmark tarif bis auf 5 mark weil dann dort kein deutscher oder hierlebenden das nicht mitmachen können und wollen wurden leute aus den osteuropa gebieten hergeholt weil damals 5mark std für die mehr als tarif in ihren eigenenlaender waren.als dann natürlich die baustelle zu ende ging und schwarzarbeit heiss begehrte thema in medien war haben sie kurzerhand solche razzien durchgefürt damit das von oben alles legal aussieht jetzt ist 2013 und es ist so laecherlich echt sie haben immer noch nicht ein gesetz rausgebracht wo die unternehmer dazu ggezwungen werden sollen damit sie diese traumsummen wie oben angegeben laut gesetz auszahlen müssen.es ist echt traurig wenn der arbeitsvermittler beim a.amt dir einreden will was du beim bewerbungsgespraech sagen musst vor allem nicht sofort nach lohn fragen.alles klar und der staat schaut immer noch zu reagieren tun sie mitlerweile erst dann wenn ein angestellte beamte beim a.amt mit messer angegriffen wird

  8. Wo er doch recht hat… Hallo nicht-mehr-maler! Du zeigst sehr deutlich, wie Politik “gemacht” wird. Chapeau! Dein Beitrag hat mir gefallen.

  9. Der Staat kontrolliert und reguliert nicht mehr im Sinne des Volkes sondern nur noch im Sinne der Wirtschaft, damit sind Tarifverträge nur noch Makulatur. Begriffe wie “Gerechtigkeit” oder “Chancengleichheit” werden dann zur nächsten Wahl rausgekramt und hinterher wieder gut verstaut. @nicht-mehr-maler: Es hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, die Realität zu sehen und Probleme beim Namen zu nennen : solang noch mehrere Mio. Deutsche arbeitslos sind oder von Ihrer Arbeit allein nicht leben können, nützen billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland ausschließlich der Wirtschaft ( “Fachkräftemangel” ? Lachhaft !!! ). Und da unsere Regierung wie auch die Opposition nichts dagegen tun, sondern den Zuzug Fremder sogar als Bereicherung bezeichnen, liegt der Vorsatz auf der Hand ( nicht falsch verstehen: haben wir Arbeit übrig, können gern Fachkräfte aus anderen Ländern herkommen und diese erledigen, wird in vielen anderen Ländern genauso praktiziert ). Und damit sind wir wieder beim ersten Satz : Sie vertreten nicht unsere sondern die Interessen der Wirtschaft und verlieren damit ihre Legitimation als ” Volksvertreter “! Also, was wollen wir mit denen noch?

  10. Hallo Leute,
    ich bin der Meinung das der Tariflohn eingehalten werden sollte.
    Selber habe ich einen kleinen Malerbetrieb und weis wie schwer es ist Tariflöhne zu zahlen, aber es muss sein.

    Ein Geselle kann ja sonst kaum noch seine Familie durchbringen.
    Die Lebenskosten sind einfach zu hoch geworden.

  11. Arbeitet in der Schweiz da ist zur Zeit der std. ca.33,- Euro.
    Gruß von Maler der an der Schweizer Grenze wohnt

  12. Walter Hackbarth

    Hallo und dann noch die Urlaubskasse von Maler und Lackierer das ist der größte Scheiß
    Arbeite auch nicht mehr als Maler und Lackierer

  13. Familie durchbringen als alleinverdienender Malergeselle? Ich lach’ mich weg!
    Ich komme als Lediger noch nicht mal zurecht. Konsequenz: Jedes Wochenende
    Schwarzarbeit – man wird ja dazu gezwungen….

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